Strandgut – Dezember

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Peter Madsens UC 3 Nautilus verschrottet

Die UC 3 Nautilus mit Peter Madsen auf dem Turm während Seeerpobungen im August 2008, Foto: Frumperino, CC BY-SA 3.0

Wie der stellvertretende Polizeichef von Kopenhagen Brian Belling am 21. Dezember dem Ekstra Bladet, dem dänischen Pendant zur deutschen Bild-Zeitung, mitteilte, ist das zivile Klein-U-Boot des dänischen Erfinders Peter Madsen, die UC 3 Nautilus (vlg. Strandgut August 2017) Anfang der Woche vom 17. Dezember verschrottet worden. Damit wurde ein Beschluss des Gerichts umgesetzt, das Madsen im April zu lebenslanger Haft verurteilt hatte. Das Gericht – auf Madsens eigenen Wusch ohne Geschworene – sah es als erwiesen an, dass Madsen die schwedische Journalistin Kim Wall am 10. August 2017 an Bord seines U-Boots missbraucht, gefoltert und dann ermordet habe. Anschließend hätte er ihre Leiche zerstückelt und mit Gewichten beschwert über Bord geworfen. Madsen akzeptierte den Schuldspruch, legte aber gegen das Strafmaß Berufung ein, die aber in einer Verhandlung im September abgelehnt wurde.

Nachdem nach ihrer Hebung sämtliche forensischen Arbeiten an Bord der Nautilus abgeschlossen waren, wurde sie im Sommer hinter einer Lagerhalle in Nordhavn/Kopenhagen nur durch einen Bauzaun abgesperrt aufgestellt. Später wurde sie dann in die Lagerhalle verbracht, in der sie jetzt verschrottet wurde.