Typ VII C

Bis zum Zulauf der ersten eigenen U-Boote sollte die U-Boot Flottille der DDR Seestreitkräfte zunächst folgende U-Boote erhalten:

  • 5 U-Boote der ehemaligen Kriegsmarine aus den Beutebeständen der sowjetischen Marine
  • 2 noch zu hebende ehemalige U-Boote der Kriegsmarine (U 1308 vom Typ VII C/41 und U 2344 vom Typp XXIII)
  • 2 Küsten-U-Boote des sowjetischen Typs “M/ Serie XV” (Malyukti)

Ab 1954 sollte dann der Bau von 14 neuen Küsten-U-Booten erfolgen.

Typ VII C im Besitz der Sowjetischen Marine

Vom U-Boot-Typ VII C der Kriegsmarine wurden im Zweiten Weltkrieg insgesamt 659 Boote gebaut.

Das VII C-Boot war der Kampfboot-Typ der deutschen Unterseebootwaffe des letzten Weltkrieges, der die Hauptlast trug und die Haupterfolge erzielte. Es wurde vornehmlich im Nordatlantik zu Geleitzugschlachten eingesetzt. Die zuletzt gebauten und in Dienst gestellten Boote zeigten gegenüber den früheren Booten dieses Typs geringe Verbesserungen, sowohl in der Form als auch in der Bewaffnung, besonders in der Flugzeugabwehr. Es existierten Turmformen mit erheblichen Abweichungen, z.B. vermehrten oder vergrößerten FlaK-Plattformen, Schnorcheleinbau, usw.

Nach Kriegsende hatte die Sowjetunion mehrere U-Boote des Typs VII C zusammen mit weiteren U-Booten anderer Typen ( Typ XXI und Typ XXIII) als Beuteboot erhalten und sie zum Teil noch jahrelang selber betrieben.

Das durch die DDR im Februar 1953 vor Warnemünde gehobene VII C U-Boot U 1308 wurde seit 16.02.1944 bei der Flensburger Schiffbaugesellschaft gebaut und am 17.01.1945 in Dienst gestellt. Das Boot führte in den wenigen Monaten seiner aktiven Dienstzeit nur Gefechtsausbildung durch. Am 02.05.1945 versenkte die Besatzung das Boot selbst.

Baujahr

1943 / 1944

Bauwerft

U 1057 (VII C), U 1058 (VII C), U 1064 (VII C/41) bei Germaniawerft in Kiel,

U 1231 (VII C/40) bei Deutsche Werft in Hamburg,

U 1305 (VII C/41) und das später gehobene U 1308 (VII C/41) bei Flensburger Schiffbau Gesellschaft in Flensburg

Verdrängung

769 t/ 871 t unter Wasser

Länge über alles

66,5 m

Breite – größte

6,2 m

Tiefgang

4,8 m

Antriebsart

2 Dieselmotoren, 2 Elektromotoren, 2 Schrauben

Maschinenleistung

3.200 PS/ 750 PS unter Wasser

Geschwindigkeit

17,0 kn/ 7,6 kn unter Wasser

Reichweite

6.500 sm bei 12 kn/ 80 sm bei 4 kn unter Wasser

Tauchtiefe

220 m

Treibstoffvorrat

114 cbm

Bewaffnung

4 Bug- und 1 Hecktorpedorohr, 14 Torpedos oder bis zu 26 Minen,

1x MG 3,7 cm, FlaK: 1×8,8 cm, 1×2 cm, später 4×2 cm Doppellafette

Besatzung

45 bis 51