Datenbankprojekte

Ein Überblick der Datenbanken im Deutschen U-Boot-Museum

Die Datenbank der Kriegsmarine bietet allen Interessenten einen Zugriff auf Unterlagen von über 167.100 Seiten, davon ca. 98.300 Seiten KTBs und ca. 68.800 Seiten  Bootsdatenblätter. Der Fotobestand von ca.10 bis 15 TSD Stück  wird zurzeit noch eingearbeitet.

Eine Recherche im Bereich der Besatzungsmitglieder mit seinen ca. 52 TSD Einträgen ist nach allen wichtigen Personendaten wie Dienstgrade, Gefallenenstatus, Einsatzzeiten und auf welchen Booten wann gefahren wurde, möglich. Eine weitere Recherche kann über die gesuchte Bootsnummer erfolgen, die neben den wichtigsten Daten zum Boot wie Typ, Kiellegung, Stapellauf, Indienststellung, Bauwerft und Verbleib auch die Namen der Kommandanten enthält, die entsprechend ihrer Einsatzzeiten auf dem Boot gefahren sind. Von diesem Boot kann auf die gesamte vorliegende Dokumentation wie Bootsblätter (im Einzelfall über 600 Seiten pro Boot), Kriegstagebücher und vorhandene Fotos der Kommandanten zugegriffen werden. Auch ein Zugriff auf den Bereich der Besatzungen ist möglich, so dass bei Recherchearbeiten alle relevanten Daten zum ausgewählten Boot zusammenhängend vorliegen.

Innerhalb der Datenbank liegen Bootsdatenblätter von 1.603 Booten (einschließlich sistierter und nicht fertig gestellter) und Kriegstagebücher der Unternehmungen von 763 Booten vor. Die verschiedenen Suchmöglichkeiten sind der nachstehenden Maske zu entnehmen.

Kriegsmarine Kommandanten
Abfrage über Bootsnummer nach Kommandanten
Kriegsmarine Besatzung1
Abfrage über Bootsnummer nach Besatzungsmitglieder
Kriegsmarine Besatzung2
Auflistung weiterer Kommandos

Zur Kaiserlichen Marine sind die Unterlagen seit Anfang 2016 ebenfalls in einer Datenbank erfasst, die wie bei der Kriegsmarine ebenfalls als Grundlage für verschiedene Abfragen dient. In dieser Datenbank sind ca. 370 Boote (U, UB und UC) mit ca. 76.200 Seiten KTBs hinterlegt, die neben den Zeiträumen (von/bis) und den Umfang der KTBs auch Informationen über den Kommandanten (Lebenslauf), die Bauwerften, Kiellegung, Stapellauf, die Indienststellung bzw. auch den Ablieferungstermin enthält. Des Weiteren liegen auch Zusatzdaten über die Bewaffnung, Bemerkungen über die Verlustgründe und/oder besondere Vorkommnisse vor.

Im Gegensatz zur Kriegsmarine ist die Anzahl der Unternehmungen als auch die Anzahl der Seiten  einzelner Boote zum Teil erheblich umfangreicher, weil hier auch Werftliegezeiten u.a. Zeiten als so genannte Unternehmungen berücksichtigt wurden. Es ist somit keine Seltenheit, Boote mit ca. 60 bis 80 Unternehmungen und einem Umfang der KTBs von ca. 800 bis 1.000 Seiten vorzufinden.

Für den 1.Weltkrieg gab es prozentual weit mehr verschollene U-Boote als im 2.Weltkrieg. Da sich aber die Unterwassertechnik bei der Wracksuche stark verbessert hat, wurden gerade in den letzten Jahren andere Standorte von versenkten U-Booten gefunden, als man bisher angenommen hatte. In Teilberichten mussten daher die bisherigen Erkenntnisse neu formuliert werden. Zwischen 1914 und 1918 führten ca. 320 Boote insgesamt 3.274 Operationen durch, bei den 6.394 zivilen Schiffen mit insgesamt 11.948.792 BRT sowie 100 Kriegsschiffe mit 366.249 BRT versenkt wurden. Dabei gingen 200 U-Boote der Kaiserlichen Marine verloren, 5.132 Besatzungsmitglieder starben.

Den nachstenden Masken sind die Ergebnisse und unterschiedlichen Abfrage-möglichkeiten zu entnehmen.-

Kaiserliche Boote
Übersicht nach Typ und Bootsnummer
Kaiserliche Besatzung
Übersicht Besatzungsmitglieder mit Hinweisen auf weitere Boote

Peter Schulz – Webmaster

Wichtiger Hinweis

Es besteht die Möglichkeit, die vorgenannten Unterlagen per Online Recherche auf Vorhandensein, Umfang und Kosten zu erfragen!